Ein einziger großer Park kann so viel Strom verbrauchen wie eine Kleinstadt und täglich tonnenweise Abfall produzieren. Die Branche befindet sich jedoch im Wandel.. Umweltfreundliche Themenparks sind keine Nischenidee mehr – sie sind eine geschäftliche Notwendigkeit und eine moralische Verantwortung.
In diesem Leitfaden erfahren Sie mehr. Wie man einen Freizeitpark umweltfreundlich gestaltet ohne Abstriche beim Gästeerlebnis. Von solarbetriebenen Achterbahnen bis hin zu abfallfreien Restaurants – diese Strategien reduzieren die Umweltbelastung und sparen langfristig oft Kosten.
Warum Umweltfreundlichkeit für Freizeitparks wichtig ist
Die Umstellung auf Umweltschutz kommt Parks in vier entscheidenden Punkten zugute:
- Niedrigere Betriebskosten (Energie, Wasser, Abfallentsorgung)
- Positives Markenimage (Gäste bevorzugen nachhaltige Unternehmen)
- Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen (Vermeiden Sie Bußgelder und zukünftige Einschränkungen)
- Widerstandsfähigkeit (geringere Anfälligkeit gegenüber Energiepreisschwankungen)
Darüber hinaus geben 70 % der Reisenden an, dass sie eine nachhaltige Attraktion einer konventionellen vorziehen würden. Umweltfreundlich zu handeln ist gut für den Planeten. Und Das Fazit.
1. Umstellung auf erneuerbare Energien
Die größte Umweltbelastung der meisten Freizeitparks entsteht durch den Stromverbrauch – für Fahrgeschäfte, Beleuchtung, Klimaanlage und Büros.
Solarenergie
- Parkplatzüberdachungen: Installieren Sie Solarpaneele über Parkplätzen. Sie erzeugen Strom und spenden gleichzeitig Schatten für die Autos.
- Fahrgeschäftsgebäude: Nutzen Sie Solaranlagen auf den Dächern von Wartungsgebäuden, Restaurants und Vorzeigegebäuden.
- Solarbäume: Dekorative Solaranlagen, die gleichzeitig als Ladestationen für Mobiltelefone dienen.
Beispiel: Kaliforniens Six Flags Magic Mountain installierte einen 12,4 Hektar großen Solarpark, der 30 % des Strombedarfs des Parks deckt.
Wind- und Batteriespeicher
Befindet sich Ihr Park in einer windigen Gegend, können kleine Windkraftanlagen die Solarenergie ergänzen. In Kombination mit Batteriespeichern können die Fahrgeschäfte auch nach Sonnenuntergang in Betrieb bleiben.
Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien
Wenn eine Eigenerzeugung nicht möglich ist, kaufen Sie Ökostrom von Ihrem Energieversorger oder erwerben Sie zertifizierte Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien (RECs).
2. Abfall reduzieren, wiederverwenden und recyceln
Freizeitparks produzieren enorme Mengen an Abfall – Lebensmittelbehälter, Becher, Landkarten und vieles mehr.
Zero-Waste-Dining
- Ersetzen Sie Einweg-Plastikflaschen durch Wasserauffüllstationen (Verkauf von wiederverwendbaren Flaschen).
- Verwenden kompostierbare Teller und Besteck Hergestellt aus Bambus oder Zuckerrohr.
- Installieren Dreistrombehälter (Mülldeponie, Wertstoffe, Kompost) mit deutlicher Beschilderung.
- Spenden Sie nicht verkaufte zubereitete Lebensmittel an örtliche Lebensmittelbanken (für Spenden in gutem Glauben bestehen rechtliche Schutzbestimmungen).
Papiertickets und Landkarten abschaffen
- Mobile Tickets, App-basierte Karten und digitale Schließfächer.
- Für Gäste ohne Smartphone bieten wir QR-Codes auf recycelbarem Papier an.
Recycling hinter den Kulissen
Hinter den Kulissen fallen Karton-, Metall- und Elektronikabfälle an. Führen Sie ein strenges Recyclingprogramm für Büros, Werkstätten und Küchen ein.
Ziel: Innerhalb von zwei Jahren soll eine Abfallverwertungsquote von 50 % erreicht werden, danach soll eine Quote von 75 % angestrebt werden.
3. Wasser sparen
Wasser wird für Fahrgeschäfte (Wildwasserbahnen, Stromschnellen), Landschaftsgestaltung, Toiletten und Kühlung verwendet.
Wassersparende Fahrgeschäfte
- Das Wasser in Wildwasserbahnen und Wasserspielbereichen sollte im Kreislauf geführt werden – es sollte aufbereitet und wiederverwendet werden, anstatt es täglich auszuschütten.
- Installieren Sie an allen Gästewasserspielen Düsen mit geringem Durchfluss.
Intelligente Landschaftsgestaltung
- Ersetzen Sie durstige Rasenflächen durch einheimische Pflanzen die keine Bewässerung benötigen.
- Verwenden Tropfbewässerung und Bodenfeuchtigkeitssensoren, um nur bei Bedarf zu bewässern.
- Sammeln Regenwasser vom Dach von Fahrgeschäften in Speichertanks zur Bewässerung und Toilettenspülung.
Armaturen mit geringem Durchfluss
- Toiletten, Urinale und Waschbecken mit automatischer Abschaltung und geringem Wasserdurchfluss (1,28 gpf oder weniger).
- Wasserlose Urinale in stark frequentierten Toilettenräumen sparen jährlich Tausende Liter Wasser.
4. Nachhaltige Baumaterialien verwenden
Beim Bau neuer Fahrgeschäfte oder bei Renovierungen sollten Materialien mit geringerer Umweltbelastung gewählt werden.
Worauf Sie achten sollten
- FSC-zertifiziertes Holz (für Warteschlangen, Zäune, Landschaft)
- Recycelter Stahl (für Achterbahnstrecken – viele Parks machen das bereits so)
- Farben und Dichtstoffe mit niedrigem VOC-Gehalt (Bessere Luftqualität für Gäste und Personal)
- Wasserdurchlässiger Belag in Überlaufbereichen (reduziert den Oberflächenabfluss)
Umnutzung bestehender Strukturen
Statt alte Fahrgeschäfte abzureißen, sollten sie für neue Attraktionen umgebaut werden. Das spart Bauschutt und gebundenen CO₂-Fußabdruck.
5. Umweltfreundliche Verkehrsmittel einführen
Die An- und Abreise der Gäste zum Park ist eine bedeutende Emissionsquelle.
Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und von Mitfahrgelegenheiten
- Bieten Sie ermäßigte Tickets für Gäste an, die mit dem Bus oder der Bahn anreisen.
- Richten Sie eine separate Haltezone für Mitfahrgelegenheiten in der Nähe des Eingangs ein.
Elektrische Shuttles
Dieselbetriebene Parkplatzstraßenbahnen ersetzen durch elektrische Shuttlebusse (Null Abgasemissionen). Laden Sie sie mit Ihrer Solaranlage auf.
Ladestationen für Elektrofahrzeuge
Installieren Sie Ladestationen für Elektrofahrzeuge auf dem Parkplatz. Dies lockt umweltbewusste Gäste an und generiert zusätzliche Einnahmen.
Fahrradparkplatz
Für die Besucher vor Ort sollten sichere, überdachte Fahrradständer und sogar Bike-Sharing-Stationen bereitgestellt werden.
6. Gestalten Sie Ihre Lebensmittelproduktion umweltfreundlicher
Die Gastronomie ist eine bedeutende Quelle für Abfall und Kohlenstoffemissionen.
Pflanzenorientierte Menüs
- Bieten Sie mindestens 30 % pflanzliche Alternativen an (Gemüseburger, pflanzliche Hotdogs, Salate).
- Bezug von regionalen Produkten (reduziert Transportemissionen).
Lebensmittelverschwendung reduzieren
- Schulen Sie das Küchenpersonal in Portionskontrolle und sachgemäßer Lagerung.
- Nutzen Sie ein System zur Erfassung von Lebensmittelabfällen (z. B. Leanpath), um Abfallschwerpunkte zu identifizieren.
- Alle unvermeidbaren Lebensmittelreste sollten kompostiert werden.
Nachhaltige Meeresfrüchte & Fleisch
Wenn Sie tierische Produkte servieren, wählen Sie MSC-zertifizierte Meeresfrüchte und Fleisch aus artgerechter Haltung aus der Region.
7. Gäste für Nachhaltigkeit begeistern
Ein umweltfreundlicher Park bildet und inspiriert die Besucher.
In-Park-Messaging
- Schilder in der Nähe der Recyclingbehälter zeigen an, was wohin gehört (mit Bildern).
- Wissenswertes: „Diese Attraktion wird mit Sonnenenergie betrieben – genug, um 100 Haushalte zu beleuchten!“
- Interaktive Kioske, die Energie- und Wassereinsparungen in Echtzeit anzeigen.
Green Rewards Programm
- Gewähren Sie Gästen, die eine wiederverwendbare Flasche mitbringen, einen kleinen Rabatt oder die kostenlose Nutzung eines Schließfachs.
- Digitales Abzeichen für Gäste, die eine „grüne Herausforderung“ meistern (z. B. Nachfüllstationen nutzen, recyceln usw.).
Führungen hinter die Kulissen
Bieten Sie eine „Grüne Tour“ an, bei der Solaranlagen, Wasserrecycling und Kompostierung vorgestellt werden. Die Gäste sind begeistert, zu erfahren, wie diese Prozesse nachhaltig funktionieren.
8. Reduzierung der Licht- und Lärmbelastung
Themenparks leuchten nachts hell und beeinträchtigen so die Tierwelt und die umliegenden Gemeinden.
Verantwortungsvolle Beleuchtung
- Verwenden LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern in den Backstage-Bereichen.
- Richten Sie die Leuchten nach unten (vollständig abgedunkelte Leuchten), um die Himmelsaufhellung zu reduzieren.
- Dekorative Beleuchtung nach Parkschluss dimmen oder ausschalten.
Lärmbekämpfung
- Richten Sie die lauten Abschnitte der Achterbahn (Bremsen, Kettenlifte) von Wohngebieten fern.
- Um die Werkstätten herum sollten Lärmschutzwände installiert werden.
9. Lokale Wildtiere schützen
Viele Parks werden auf oder in der Nähe von natürlichen Lebensräumen angelegt. Ökologische Parks arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie.
Was Sie tun können
- Grüne Korridore für Tierwanderungen erhalten.
- Verwenden Sie vogelsicheres Glas an Gebäuden (mit Mustern zur Vermeidung von Kollisionen).
- Vermeiden Sie Pestizide – setzen Sie stattdessen auf integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM).
- Legen Sie Bestäubergärten mit einheimischen Blumen an (schön und lehrreich).
Beispiel: Disneys Tierreich umfasst umfangreiche Programme zum Schutz von Lebensräumen und zur Erforschung dieser Lebensräume.
10. Messen, berichten und kontinuierlich verbessern
Was man nicht misst, kann man nicht managen.
Wichtigste Leistungsindikatoren (KPIs)
| Metrisch | Ziel |
|---|---|
| Energieverbrauch pro Besucher (kWh) | Jährliche Reduzierung um 5 % |
| Wasser pro Besucher (Gallonen) | Jährliche Reduzierung um 3 % |
| Abfallverwertungsquote | >50 % in 3 Jahren |
| Treibhausgasemissionen (Scope 1 & 2) | Netto-Null bis 2050 |
Zertifizierungen durch Dritte
- LEED (für Gebäude und ganze Parks)
- Grüner Schlüssel (für Parkhotels)
- ISO 14001 (Umweltmanagementsystem)
Jahresbericht zur Nachhaltigkeit
Veröffentlichen Sie einen öffentlichen Bericht, der Fortschritte, Herausforderungen und nächste Schritte detailliert darlegt. Transparenz schafft Vertrauen bei Gästen und Investoren.
Beispiele für umweltfreundliche Themenparks aus der Praxis
| Park | Bemerkenswertes grünes Merkmal |
|---|---|
| Efteling (Niederlande) | 100 % Ökostrom, Wasserrecycling bei den Fahrgeschäften, weitläufige Bepflanzung mit einheimischen Pflanzen |
| Disneyland Resort (Kalifornien) | Größter Solarpark der Freizeitparkbranche, Ziel: Netto-Null-Abfall |
| Legoland Billund (Dänemark) | Solaranlagen auf jedem Gebäude, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, essbare Landschaftsgestaltung |
| Tivoli-Gärten (Kopenhagen) | Bio-Restaurants, Regenwassernutzung Oldtimer wiederhergestellt statt ersetzt |
Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt
❌ Greenwashing – vage Behauptungen ohne Daten aufstellen. Seien Sie konkret.
❌ Vergessen der Back-of-House-Bereiche – Auch in den Mitarbeiterbereichen sind Recycling und Effizienzsteigerung nötig.
❌ Lieferkette ignorieren – mit Lieferanten zusammenarbeiten, die nachhaltige Verpackungen und Materialien verwenden.
❌ Umweltfreundlichkeit wird dadurch erschwert – Gäste werden nicht 10 Minuten extra laufen, um einen Recyclingbehälter zu finden.
So starten Sie: Ein 3-Phasen-Plan
Phase 1 (Erste 6 Monate) – Tief hängende Früchte
- Schalten Sie die gesamte Beleuchtung auf LEDs um.
- Installieren Sie Wasserauffüllstationen und verkaufen Sie wiederverwendbare Flaschen.
- Beginnen Sie mit der Kompostierung von Lebensmittelabfällen in der Mitarbeiterkantine.
- Entfernen Sie Einwegplastik aus Restaurants
Phase 2 (1–2 Jahre) – Investitionen im mittleren Bereich
- Installation von Solarmodulen auf Parkplatzüberdachungen
- Dieselstraßenbahnen durch elektrische Shuttlebusse ersetzen
- Die Gartengestaltung sollte auf einheimische, trockenheitsresistente Pflanzen umgestellt werden.
- Implementieren Sie ein Abfallverfolgungssystem
Phase 3 (3–5 Jahre) – Tiefgreifende grüne Transformation
- 75 % Abfallverwertung erreichen
- Installieren Sie einen Batteriespeicher, der mit der Solaranlage kombiniert werden kann.
- LEED-Zertifizierung für ein großes neues Fahrgeschäftgebäude erhalten
- Netto-Null-Wasserverbrauch erreichen (das gesamte Prozesswasser recyceln)
Häufig gestellte Fragen zu umweltfreundlichen Themenparks
Kann ein Freizeitpark wirklich klimaneutral sein?
Ja, aber dazu sind sowohl aggressive Reduzierungsmaßnahmen (Solarenergie, Energieeffizienz) als auch CO₂-Kompensationen für die verbleibenden Emissionen erforderlich. Einige kleinere Parks haben dies bereits erreicht; größere Parks peilen den Zeitraum 2030–2050 an.
Sind umweltfreundliche Maßnahmen in der Anlaufphase teurer?
Oft ja, aber sie amortisieren sich durch niedrigere Strom- und Abfallgebühren. Solaranlagen amortisieren sich in der Regel innerhalb von 5–8 Jahren.
Werden die Gäste bemerken oder sich dafür interessieren, ob ein Park umweltfreundlich ist?
Ja – insbesondere jüngere Besucher. Viele sind bereit, für ein nachhaltiges Erlebnis etwas mehr zu bezahlen. Die Umweltbotschaft sollte jedoch den Fahrbetrieb nicht beeinträchtigen.
Welche einzelne Veränderung hat die größte Wirkung?
Umstellung auf erneuerbare Energien (Solar- oder Windenergie) – damit wird der CO2-Fußabdruck des Parks mit einem Schlag um 30–50 % reduziert.
Wie können Wasserattraktionen umweltfreundlicher gestaltet werden?
Das Wasser sollte umgewälzt und aufbereitet werden (ähnlich wie bei einem Schwimmbecken), anstatt es täglich abzulassen. Abdecken reduziert die Verdunstung. Regenwasser zum Auffüllen sammeln.

Fazit: Die Zukunft ist grün und macht Spaß
Einen Freizeitpark umweltfreundlicher zu gestalten, ist nicht nur möglich – es wird zunehmend erwartet. Von solarbetriebenen Achterbahnen über abfallfreie Gastronomie bis hin zu Wildtierkorridoren: Jede Veränderung verbessert den Park für zukünftige Generationen. Die Gäste erleben weiterhin Nervenkitzel und können sich gleichzeitig gut fühlen, wenn sie ihr Geld ausgeben.
Beginnen Sie mit kleinen Schritten, messen Sie Ihre Auswirkungen und bleiben Sie innovativ. Die magischsten Orte der Erde können auch die nachhaltigsten sein.



